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Über Open Access

Unter Open Access wird der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet verstanden. Die Volltexte können ohne Kosten für den Nutzer gelesen, heruntergeladen, genutzt, kopiert, verbreitet und gedruckt werden. Es kann in ihnen gesucht und auf sie verwiesen werden ohne finanzielle, technische oder gesetzliche Barrieren. Die Publikationen dürfen bearbeitet und verbreitet werden, sofern die Urheberschaft korrekt angeben wird (Berliner Erklärung 2003).

Wege der Veröffentlichung

  • Goldener Weg / Gold Open Access

    Die Erstveröffentlichung einer wissenschaftlichen Publikation erfolgt in einer reinen (qualitätsgesicherten) Open-Access-Zeitschrift, in der ausschließlich Open-Access-Inhalte veröffentlicht werden. Die Publikationsgebühren, auch Artikel Processing Charges (APC) genannt, zahlt der Autor / die Autorin. Wir unterstützen Sie bei der Finanzierung über Mitgliedschaften in Transformationsinitiativen. Weitere Informationen dazu finden sie hier.


  • Grüner Weg / Green Open Access

    Der grüne Weg des Publizierens bedeutet, dass eine bereits in einem Verlag erschienene Publikation auf institutionellen oder disziplinären Repositorien wie z.B. bonndocim Open Access „zweitveröffentlicht“ wird (Zweitveröffentlichungsrecht  (§ 38 Abs. 4 des Urheberrechtsgesetzes)). Wir unterstützen Sie bei der Publikation. Eine genaue Erläuterung zum Zweitveröffentlichungsrecht finden Sie hier: https://www.bildung-forschung.digital/de/zweitveroeffentlichungsrecht-2667.html


  • Hybrid

    Autor*innen können ihre Artikel in Subskriptionszeitschriften gegen Mehrkosten im Open Access zur Verfügung stellen. Diese Gebühren sind meist höher als die Artikel Processing Charges (APC) in reinen Open-Access-Zeitschriften.


  • Bronze

    Gelegentlich findet man auch die Bezeichnung Bronze Open Access. Diese beschreibt eine Zugänglichmachung, die sich alleine auf den lesenden Zugriff beschränkt (read-only). Sämtliche weiterführende Rechte sind hier vorbehalten (meistens durch einen Verlag). Da der ursprünglich formulierte Open Access Gedanke explizit auch andere Formen der Nachnutzung wissenschaftlicher Publikationen miteinbezieht, gilt diese Variante als unvorteilhaft. Vor allem, wenn für solche Publikationen APCs gezahlt wurden.

    Ein kurzes Erklärvideo zu Open Access finden Sie hier.

Gründe für Open Access

    Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die für eine Veröffentlichung im Open Access sprechen. Hier sind einige von ihnen aufgelistet:

    • Open-Access-Publikationen werden häufiger gelesen
    • Open-Access-Publikationen werden häufiger zitiert
    • Open-Access-Publikationen werden schnell veröffentlicht
    • Open-Access-Publikationen sind weltweit kostenlos abrufbar
    • Größere Leserschaft (neben Wissenschaftler*innen auch Journalist*innen, Bürger*innen etc.)
    • Breitere Vernetzung der Autor*innen in der eigenen Community
    • Höhere Reputation für Autor*innen
      (Quelle: BMBF 2019 Infoflyer; Die Zukunft ist open)

    Zur Freiheit der Wissenschaft gehört auch die freie Wahl des Publikationsweges. Letzten Endes liegt es in der Entscheidung der Autor*innen, auf welchem Weg und unter welchen Bedingungen sie ihre Ergebnisse publizieren.

Das richtige Journal finden

Um das richtige Journal für eine Open-Access-Publikation zu finden, sollten Autor*innen die Zeitschrift vorab auf Seriosität prüfen.
Es gibt sogenannte Pseudoverlage/Raubverlage (Predatory Publishers), die den Publikationsdruck, der auf die Wissenschaftler*innen lastet, ausnutzen. Sie versprechen rasche Veröffentlichung, bieten aber nur wenig Gegenleistung. So behaupten sie etwa, dass sie wissenschaftlich geprüfte Arbeiten veröffentlichen. Dabei findet u.U. aber keine oder nur unzureichende Qualitätssicherung (z.B.: Peer Review) statt.


Woran erkennt man Pseudoverlage/Raubverlage (Predatory Publishers)?

  • Editorial Boards existieren häufig nur auf dem Papier, erfüllen aber keine reale Funktion
  • Wissenschaftler*innen sind ohne deren Wissen als Mitglieder aufgeführt
  • In der Regel handelt es sich um ein pay-to-publish-Modell (Open Access)
  • Zeitschriftentitel beziehen sich häufig auf die westliche Hemisphäre („European/American Journal of …“), dabei sitzen u.U. keine Europäer bzw. US-Amerikaner in den Editorial Boards
  • „Offizieller“ Sitz ist in USA/Europa oft unter falscher Adresse bzw. Briefkastenadresse angegeben.

Hilfestellung für Autor*innen

  • Weißlisten enthalten Zeitschriften, die auf Seriosität geprüft sind z.B. Directory of Open Access Journals: https://doaj.org
  • Eine weitere Hilfestellung für Autor*innen, vertrauenswürdige Zeitschriften für die Veröffentlichung auszuwählen, bietet die Webseite https://thinkchecksubmit.org.

    Oder wenden Sie sich im Zweifelsfall auch gerne an uns.

Open-Access-Bücher

Open Access bei Büchern gewinnt eine immer größere Bedeutung. Gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften, in denen die Buchpublikation eine große Rolle spielt, sind zahlreiche Maßnahmen zur Open-Access-Transformation eingeleitet worden.

Open Access bei Büchern bedeutet, dass die elektronische Version des Buches (E-Book) unmittelbar nach dem Erscheinen dauerhaft, kostenfrei und nachnutzbar zur Verfügung steht. Es ist dabei nicht durch Bezahl- oder Lizenzschranken begrenzt.

Gerne beraten wir Sie wie, wo und unter welcher Lizenz Sie Ihr Buch im Open Access veröffentlichen können und bieten Ihnen auch finanzielle Unterstützung für die Finanzierung der sogenannten Book Processing Charges an.

Ausführliche Informationen für die Publikation von Büchern im Open Access finden Sie auch hier: https://open-access.network/informieren/publizieren/open-access-buecher und hier https://oabooks-toolkit.org/.

Weiterführende Informationen

 

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