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FAQ

Auf dieser Seite haben wir für Sie nach Themen sortierte Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Open Access (OA) an der Universität Bonn zusammengestellt. Wenn Sie darüber hinaus Informationsbedarf haben, können Sie sich für eine individuelle Auskunft und Hilfestellung gerne direkt an unser Team wenden. Schreiben Sie hierfür an: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Ich möchte einen Artikel in einer Open Access Zeitschrift veröffentlichen. Unterstützt mich die Universität bei der Finanzierung?


  • Die Universität Bonn bietet zurzeit Unterstützung im Rahmen zentral abgeschlossener Verträge wie z.B. DEAL und dem „Read and Publish agreement“ mit Cambridge University Press. Weitere Informationen zu abgeschlossenen Verträgen finden Sie hier.

Die Universität hat DEAL-Verträge mit den Verlagen Wiley und Springer Nature abgeschlossen. Was bedeutet das?


  • Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen vor einiger Zeit Verhandlungen mit den drei größten wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen Wiley, Springer Nature und Elsevier aufgenommen.
    Die Ziele dieser Verhandlungen waren/sind:

    • Alle Publikationen von Autor*innen aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
    • Teilnehmende Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
    • Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert („Publish & Read-Modell“). In den ersten drei Jahren der Vertragslaufzeit orientieren sich die in Rechnung gestellten Kosten noch an unseren bisherigen Subskriptionskosten.

  • Die Verhandlungen mit Wiley und Springer Nature haben zu Verträgen geführt. Diesen ist die Universität Bonn beigetreten.

    Allgemeine Informationen zu Projekt DEAL.

Wie funktionieren die DEAL-Verträge mit Wiley und Springer Nature?


  • Der aktuelle Vertrag mit Wiley läuft bis Ende 2022, die Vereinbarung mit Springer Nature bis mindestens Ende 2022. In diesem Zeitraum zahlt die Universität Bonn beiden Verlagen eine Publish&Read-Fee (PAR). Diese berechnet sich aus unseren bisherigen Lizenzierungskosten und beinhaltet jährliche Preissteigerungen. Später soll diese pauschale Gebühr gemäß der Zielsetzung der Verhandlungen auf Basis der tatsächlichen Anzahl an durch Angehörige der Institution veröffentlichte Artikel jährlich neu festgesetzt werden.

    Für Autor*innen ändert sich bei der Einreichung ihrer Arbeiten durch unsere Teilnahme an den DEAL-Verträgen wenig. Nach Angabe Ihrer Affiliation im Autorenportal erhalten Sie die Mitteilung, dass Ihre Institution an einem Vertrag mit dem Verlag teilnimmt. Sie haben dann die Option Ihren Artikel ohne zusätzliche eigene Kosten ins Open Access zu stellen bzw. erhalten die Information, dass Ihre Institution diese Kosten zentral übernimmt. Mehr ändert sich für Sie nicht.

    Weiterführende Informationen: Vertragstext (DEAL Wiley), Vertragstext (DEAL Springer Nature), Eckpunkte des DEAL Vertrags mit Springer Nature (Kurzfassung).

Heißt das, ich kann nun kostenfrei in Zeitschriften von Wiley und Springer Nature im Open Access publizieren?


  • Ja. Aktuell bezahlt die Universität eine pauschale Gebühr an die Verlage. Darin sind die Publikationsgebühren für die Open Access-Stellung (sog. 'Article Processing Charges', APCs) von Artikeln in Subskriptionszeitschriften des Verlages inbegriffen. Wiley bezeichnet diese Option als Hybrid Open Access (HOA) (alt: OnlineOpen). Bei Springer Nature heißt sie OpenChoice. Einzige Bedingung ist, dass die korrespondierenden Autoren dieser Artikel zum Zeitpunkt der Einreichung der Universität Bonn angehören.

    Bei Veröffentlichungen in reinen Open Access-Zeitschriften beider Verlage (OA) fallen dahingegen immer noch Publikationsgebühren (APCs) an. Diese Gebühren sind nicht in den zentral finanzierten DEAL-Lizenzkosten inbegriffen und werden uns, mit einem Rabatt von 20% auf den Listenpreis, zusätzlich in Rechnung gestellt. Vorerst übernimmt die ULB Bonn auch diese Kosten zentral.

    Sämtliche Artikel werden durch die ULB auf Anspruchsberechtigung geprüft und müssen durch uns aktiv genehmigt werden. Nach Bestätigung der institutionellen Zugehörigkeit der corresponding authors zur Universität Bonn, genehmigen wir für die vorläufige Vertragslaufzeit pauschal sämtliche Artikel in den betreffenden Zeitschriften von Wiley und Springer Nature, in denen eine Publikation im Open Access möglich ist (Hybrid Open Access (HOA) bzw. OpenChoice und Open Access).

    Die OA-Publikationsgebühren (APCs) für diese Veröffentlichungen werden der Universität zentral in Rechnung gestellt und in voller Höhe übernommen. Autor*innen sollten daher keine Rechnung über diese APCs erhalten. Sonderleistungen, wie z.B. colour charges, sind allerdings nicht Bestandteil der DEAL-Verträge und damit auch nicht Bestandteil der zentralen Rechnung. Diese Kosten müssen Sie weiterhin selbst tragen.

    Nähere Informationen zu Wiley Hybrid Open Access (HOA).
    Liste der Wiley Hybrid-Open-Access-Zeitschriften und der Wiley Open-Access-Zeitschriften (zugänglich über die jeweilige ‚Price List‘)
    Liste der Springer Nature-OpenChoice- und der Springer Nature-Open Access-Zeitschriften.

Gelten die DEAL-Verträge für das jeweils gesamte Verlagsportfolio, also alle E-Zeitschriften und auch E-Books?


  • Nein, die DEAL-Verträge befassen sich ausschließlich mit elektronischen Zeitschriften. Dabei sind nahezu alle Zeitschriften Bestandteil des Vertrages. Es existieren allerdings auch Ausnahmen, bei Springer Nature sind zum Beispiel die OA-Zeitschriften Scientific Reports und Nature Communications momentan von der Rabattierung ausgenommen.

    E-Books sind nicht Bestandteil der DEAL-Verträge. Diese müssen wir über gesonderte Lizenzverträge mit eigenen Kosten beziehen und Ihnen bereitstellen

Wie stehen die Verhandlungen mit Elsevier?


  • Die förmlichen Verhandlungen mit Elsevier haben sich als schwierig erwiesen und sind derzeit ausgesetzt. Die Verhandlungspartner stehen aber weiterhin in Kontakt. Ein Abschluss ist entsprechend zur Zeit nicht absehbar. Wir informieren an dieser Stelle über etwaige Fortschritte.

    Aktuelle Informationen zu den Verhandlungen mit Elsevier finden Sie auch auf der Webseite von Projekt DEAL.

Ich möchte einen Artikel bei Wiley bzw. Springer Nature veröffentlichen. Bei der Einreichung werde ich gefragt, ob ich diesen im Open Access zur Verfügung stellen möchte. Die angegebene Publikationsgebühr dafür finde ich zu hoch und ich würde diese Kosten der Universität gerne ersparen. Soll ich also für meinen Artikel die Veröffentlichung im Open Access ablehnen?


  • Nein. Durch die Teilnahme der Universität Bonn am DEAL-Vertrag werden uns die Kosten für die Veröffentlichungen unserer Wissenschaftler*innen pauschal berechnet. Lehnen Sie Open Access ab, so werden diese uns dennoch in Rechnung gestellt. Der Universität entsteht durch Ihre Ablehnung also kein Vorteil. Im Gegenteil, Sie übertragen dem Verlag bei Verzicht auf Open Access die üblichen Verwertungsrechte Ihrer Publikation und verhindern damit eine freiere Nachnutzbarkeit Ihres Papers durch andere.

Ich soll für meine OA-Publikation eine Lizenz wählen. Welche soll ich nehmen?


  • Als Urheber*in steht es Ihnen frei zu entscheiden, unter welchen Bedingungen Sie Ihre Arbeit veröffentlichen. Bei digitalen Veröffentlichungen im Open Access finden dabei häufig die sogenannten Creative Commons Lizenzen Anwendung. Es handelt sich dabei um einen Satz vorgefertigter Lizenzen unterschiedlicher Einschränkung.
    Genauere Informationen entnehmen Sie am besten direkt den Webseiten von Creative Commons (englische Version hier).

    Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) empfiehlt die Wahl einer der freiesten Lizenzen, also wo möglich CC-BY (Nachnutzung unter Namensnennung erlaubt). Restriktivere Lizenzen schließen bestimmte Nutzungsarten aus. Von wissenschaftspolitischer Seite ist aber eine größtmögliche Nachnutzbarkeit gewünscht. Zudem herrscht momentan noch kein Konsens darüber, welche Nutzung z.B. Lizenzen mit dem Element „non-commercial“ (NC) tatsächlich ausschließen. Aufgrund dieser mangelnden Rechtssicherheit erlaubt zum Beispiel auch die DFG in ihrem neuen Open-Access-Förderprogramm ausschließlich die Nutzung von CC-Lizenzen ohne den NC-Zusatz.
    Der Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen beinhaltet weitere Informationen zu diesem Thema.

Existieren weitere Möglichkeiten zur Publikation im OA an der Uni Bonn, zum Beispiel für die Zweitveröffentlichung?


  • Ja. Die ULB bietet Ihnen die Möglichkeit, zum Beispiel Dissertationen und Habilitationsschriften im Open Access zu veröffentlichen. Alle Informationen rund um dieses Thema finden Sie auf unseren Webseiten Dissertationen publizieren.

    Mit bonndoc existiert ein institutionelles Repositorium an der ULB Bonn, das für Open Access-Zweitveröffentlichungen die technische Infrastruktur bietet. Damit wird es den Wissenschaftlern der Universität ermöglicht, ihre Rechte gemäß dem Urheberrecht, ihren individuellen Verlagsverträgen und weiteren Vereinbarungen (z.B. im Rahmen der DFG-geförderten Allianzlizenzen) auszuschöpfen. Beispielsweise können Publikationen des Verlags Bonn University Press mit Zustimmung des Urhebers 2 Jahre nach Erscheinen veröffentlicht werden.
    Weitere Informationen zu bonndoc finden Sie hier.

 

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